Geschichte

Die Gründung des Fußballvereins durch 20 junge sportbegeisterte junge Männer geht auf das Jahr 1920 zurück.

die Männer der ersten Stunde

Die Männer der ersten Stunde waren:
Johannes Füg, Heinrich Kircher, Heinrich Eichenauer, Ludwig Möller, Heinrich Möller, Heinrich Dechert, Gg. Adam Schwing, Fritz Kühl, Heinrich Zinn, Johannes Schwing, Johannes Wahl, Karl Seibert, Karl Lang, Johannes Füg, Ernst Wahl, Heinrich Schwing, Heinrich Friedel, Jost Köhler, Karl Möller, Konrad Renker


Im Jahre 1953 schlossen sich der Schützen- und Turnverein mit dem Fußballverein zusammen und es entstand die „Sportgemeinschaft 1920 Landenhausen“. Obwohl der fürchterliche zweite Weltkrieg auch unter den Landenhäuser Fußballern seine Opfer forderte, wurde in Landenhausen wieder guter Fußball geboten. Man gehörte zu den besten Mannschaften des Fußballkreises. In den sechziger Jahren erlangte die erste Mannschaft den zweifelhaften Rum einer „Fahrstuhlmannschaft“: Es wurde dreimal aus der A-Klasse abgestiegen, wobei jedes Mal der direkte Wiederaufstieg gelang.

Anlässlich des 40-jährigen Vereinsjubiläums hatte man mit dem VfL Marburg für damaligen Zeiten eine der besten hessischen Fußballmannschaften zu Gast und konnte den zahlreichen Zuschauern ein attraktives Spiel bieten. Lange Jahre galt der Sportplatz auf den Rödern (Rieden), bei den gegnerischen Mannschaften als gefürchtete Arena. Umgeben von Wald herrschte auf dem Aschenplatz während den Spielen eine einmalige Atmosphäre. Da man auf gegnerischen Plätzen vermehrt auf Rasenplätzen spielte kam jedoch der Wunsch nach einer moderneren Sportanlage auf. Initiator zur Erschaffung einer solchen Anlage war der damalige Bürgermeister Ludwig Lang, der dem Fußball sehr verbunden war. So entstand das noch heute bestehende Sportzentrum. Die Einweihungsfeier der Sportanlage (zur damaligen Zeit eine „Vorzeigeanlage“) fand anlässlich des 50-jähreingen Vereinsjubiläums statt. Der damalige erste Vorsitzende Egon Pinkwart zeigte sich in seiner Festrede sehr angetan und dankte den Landenhäusern für die ca. 8000 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden ohne die das Bauvorhaben nicht hätte gelingen können. Schade nur, dass man die einmalige Atmosphäre des alten Sportplatzes auf den Rödern nicht mitnehmen konnte.

In den 80er Jahren spielten unsere Mannschaften äußerst erfolgreich. Die 1. Mannschaft spielte in der A-Klasse Fulda und die A-Jugend in der neu geschaffenen Bezirksleistungsklasse. Die damaligen Abteilungsleiter Heinrich Schött und anschließend Kurt Zinn leisteten hervorragende Arbeit. Rechtzeitig zum 60-jährigen Jubiläum war die 1. Mannschaft wieder in die A-Klasse aufgestiegen, wo sie auf Anhieb den sechsten Tabellenplatz belegte. Bis zum Jahre 1990 wurden in dieser Klasse, die dann in Bezirksliga Fulda-Mitte umbenannt wurde, sehr gute Leistungen erbracht. In den Jahren 1987/88/89 belegte man vordere Tabellenplätze und stand kurz vor dem Aufstieg. Bemerkenswerter Weise spielten zu diesem Zeitpunkt ausschließlich einheimische Sportler in unserer ersten Mannschaft, was in anderen Mannschaften nicht unbedingt die Regel war. Die Reservemannschaft spielte eine führende Rolle und man holte in den Jahren 1984/88/89 die Meisterschaft. Mit diesem guten Grundstock konnte man jederzeit Spieler in der „Ersten“ ersetzen. Auch kamen immer wieder talentierte Jugendspieler zu Mannschaftsstamm hinzu und so konnten entstandene Personallücken wieder geschlossen werden.

Angesichts dieser Tatsachen konnte man 1990 beruhigt die Feierlichkeiten zum 70-jährigen Jubiläum beginnen. Der Vorstand unter dem 1. Vors. Werner Schmidt konnte zu diesem Anlass als Hauptspiel die Uwe Seeler Traditionself engagieren. Um jedoch kein finanzielles Wunder zu erleben musste einiges an Arbeit investiert werden und man hoffte auf schönes Wetter und viele Zuschauer. Doch alle Angst war unbegründet, denn es stimmte alles. Dank der Unterstützung der vieler Bürger, Mitglieder und Geschäftsleute wurde das Sportfest zu einem vollen Erfolg. Angezogen von so klangvollen Namen wie Uwe Seeler, Wolfgang Overath, Klaus Fischer, Siggi Held und Wolfgang Kleff (um nur einige zu nennen) fanden sich ca. 2000 Zuschauere ein um die Stars früherer Zeiten hautnah erleben zu können. Das Ergebnis, die Altinternationalen zauberten wie in besten Zeiten und ließen manchen jüngeren Spieler gar alt aussehen, war sicher nur zweitrangig, viel aber recht deutlich zu Gunsten der Traditionself aus.

Nachdem einige Spieler ihre Laufbahn beendet hatten, begann unter Trainer K. Brenneis und später dann unter M. Süßner der Neuaufbau der Mannschaft. Es war jedoch nicht leicht, Jugendspieler in die Mannschaft einzubauen bzw. eine schlagkräftige Mannschaft zu formen. Und so tat man sich in der Saison 91/92 recht schwer und konnte nur über die Relegationsrunde den Abstieg verhindern. Ein Jahr später war es jedoch soweit und man musste nach langer Klassenzugehörigkeit in die A-Klasse Lauterbach absteigen. Paradoxerweise wurde die 2. Mannschaft überlegener Meister, denn es wurde nur ein Spiel verloren und 126 Tore erzielt. Bei der späteren durchgeführten Bezirksmeisterschaft belegte die zweite Mannschaft einen hervorragenden 2. Platz. Sie musste sich lediglich aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber dem Bezirksoberligavertreter geschlagen geben. Obwohl es nun einige Leistungsträger zu anderen Mannschaften zog, war das Ziel der sofortige Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Die Spieler und der neu verpflichtete Trainer Michael Ludolph setzten alles daran, dieses Vorhaben zu realisieren. Es mussten allerdings immer wieder Rückschläge hingenommen werden, denn einige Spieler verletzten sich schwer und fast jeden Sonntag lief eine andere Mannschaft auf den Platz. Doch die Mannschaft bewies gerade bei den letzten Spielen Moral und kämpfte sich durch.

Nach dem Wiederaufstieg in die Bezirksliga Fulda in der Saison 1994/95 akklimatisierte sich die SG-Mannschaft recht schnell, ein 8. Platz war am Ende herausgesprungen. Ein Jahr später konnte dann mit nur einem Punkt Rückstand auf den Relegationsplatz zur Aufstiegsrunde der 3. Platz belegt werden. Auch in der Saison 1996/97 wurde wieder der 3. Tabellenplatz belegt, der diesmal zur Relegation reichte. Doch die Mannschaft scheiterte am SV Neuhof und musste sich noch ein Jahr gedulden. Denn im darauf folgenden Spieljahr 1997/98 gelang der große Wurf, man wurde souverän Meister und stieg in die Bezirksoberliga Fulda auf. Dies war der größte sportliche Erfolg in der bisherigen Vereinsgeschichte. Allerdings musste die Mannschaft feststellen, dass in der Bezirksoberliga ein anderer Wind wehte. Man erreichte allerdings einen guten 11. Tabellenplatz und hatte während der ganzen Saison nichts mit dem Abstieg zu tun. Die Saison 1999/2000 sollte dann diesen Erfolg noch übertreffen, denn ein hervorragender 4. Tabellenplatz in der Abschlusstabelle übertraf alle Erwartungen.