Vereinsgeschichte der Sportschützen

Schon bald nach der Gründung des Schützenvereines im Jahre 1923 konnte eine eigene Anlage mit einer geschlossenen Schützenhalle und zwei Schießbahnen, hinter dem alten Hochbehälter links des Stockhäuser Weges errichtet werden. Hierfür war viel Fleiß und Sportsgeist notwendig bis der erste Schuss fallen konnte. Die Gründungsmitglieder des Schützenvereines Landenhausen waren:
Georg Henning, Georg Schwing, Johannes Schwing, Johannes Bloch, Konrad Friedel, Philipp Lang

Nach wenigen Jahren konnten schon beachtliche Ergebnisse der Einzelschützen und Mannschaften erzielt werden. So konnten in diesen Jahren neben wiederholten Kreismeisterschaften auch Bezirksmeisterschaften gewonnen werden. Die größten Erfolge der Landenhäuser Sportschützen waren in den Jahren 1927 und 1928 zu verzeichnen. 1927 gewann die Mannschaft die Landesmeisterschaft im KK-Schießen in Marburg. 1928 konnte der verdiente Schützenbruder Johannes Bloch die Landesmeisterschaft im Einzelwettbewerb in Kassel gewinnen. Der Ausbruch des 2. Weltkrieges beendete die schöne Erfolgsserie des Vereins. Diese ersten Jahre des Vereins sind uns leider nur durch mündliche Überlieferungen erhalten geblieben, da uns aus dieser Zeit keine schriftlichen Unterlagen vorliegen.

Im Jahre 1953 wurden mit dem Anschluss an die Sportgemeinschaft als Schützenabteilung wieder Aktivitäten aufgenommen. Erster Abteilungsleiter wurde Ludwig Lang, der ein Jahr später durch Johannes Bloch abgelöst wurde . Eine neue Schießanlage "Auf den Rödern" wurde in Angriff genommen und konnte am Christi Himmelfahrt 1957 mit einem großen Preisschießen eingeweiht werden. Schon 1959 musste man hier den Schießbetrieb wieder einstellen, da dieses Gelände für die Errichtung des heutigen Kreiszeltlagers an den Kreis verkauft wurde. Nach Karl Friedel und Johannes Ruppel wurde 1960 Heinrich Rodemer Abteilungsleiter der sein Amt sehr erfolgreich bis 1976 ausübte. Er hatte die schwierige Aufgabe, den Schießbetrieb von Kleinkaliber auf Luftgewehr umzustellen. Auch mit dieser Waffe konnte bald an die Erfolge vergangener Zeiten angeknüpft werden. 1968 wurde im Gasthaus Helfenbein eine Luftgewehr-Schießanlage mit sechs Schießständen in Betrieb genommen. Zu großem Dank verpflichtet sind wir unseren Vereinswirten Fritz Friedel und später Heinrich Friedel, die den Sportschützen immer großzügig zur Seite standen. Nach Heinrich Rodemer wurde Karl-Heinz Schött Abteilungsleiter der 20 Jahre diese Abteilung leitete.
 
Zum 75 jährigen Vereinjubiläum wurde am 13 und 14 Juni 1998 die Einweihung des neuen Luftgewehrschießstandes in der ehemaligen Schule heute Kindergarten, unter der Leitung von Karl-Heinz Schött vorgenommen. Von insgesamt 25 Helfern und Mitglieder wurden in einjähriger Bauzeit 1158 Arbeitsstunden Eigenleistung erbracht. Man kann sagen das die Schießstätte in allen Belangen gelungen ist, so wurden durch die Abnahmen der Schießsachverständigen und des Bauamtes keinerlei Mängel festgestellt. Auch die Schießtechnische Beschaffenheit des Standes war den bisherigen Gastmannschaften nur Lobes wert. Im Jahr 1998 nahm die Schützenabteilung mit einer sehr erfolgreichen Jugend an den Meisterschaften teil. Andre Behrendt, Alexander Weber und Svenja Schött gewannen die Gaumeisterschaft im Luftgewehrschießen mit der Mannschaft. Svenja Schött holte sich zusätzlich auch im Einzelwettbewerb den Titel und qualifizierte sich für die Landesmeisterschaft. Dort verpasste sie um nur zwei Ringe die Teilnahme an der Deutsche Meisterschaft. Zudem gewann die Jugendmannschaft den Shooty-Cup auf Landesebene. Die Mannschaft war sehr stolz auf sich, denn sie hatte alle Favoriten in ihrer Klasse geschlagen. Trainer war in dieser erfolgreichen Zeit Bernhardt Grimm, der sich stark für die Jugend einsetzte.

Im Jahr 2000 nahm die Schützenabteilung an der Kreismeisterschaft mit mehreren Mannschaften und insgesamt noch 15 Einzelstarts teil. Die besten Sportschützen waren: Andre Behrendt, Alexander Weber, Svenja Schött, Armin Füg, Hartmut Füg und Karl-Heinz Schött. Auch auf der Gaumeisterschaft wurden gute Ergebnisse verbucht. Die Jugendmannschaft und Karl-Heinz Schött qualifizierten sich für die Landesmeisterschaft. Dort schoss Svenja Schött ihre persönlichen Bestleistung und den hessischen Rekord von 387 Ringe und qualifizierte sich für Deutsche Meisterschaft. Auf der Deutschen Meisterschaft wurde sie von ihren Eltern, Dieter Schwing, Alexander Hofmann, Andre Behrendt und dem Schützenverein Wallenrod begleitet und unterstützt. Im selben Jahr qualifizierte sich auch Manfred Emrich für die Deutsche Meisterschaft im Bogenschießen in Hannover. Svenja Schött und Manfred Emrich waren die ersten, die sich für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert haben und wurden dafür von der SG Landenhausen geehrt. Ein Jahr später durfte auch Karl-Heinz Schött in München an der Deutsche Meisterschaft teilnehmen. Er schoss auf der Landesmeisterschaft seine persönliche Bestleistung mit 380 Ringe. Im Jahr 2004 gab Karl-Heinz Schött nach 20 Jahren den Vorsitz der Abteilung an Dieter Schwing weiter.
 
Im Jahr 2005 nahmen mehrere Schützen an der Kreismeisterschaft in der Mannschaft, sowie im Einzel teil. Alle Jugendlichen qualifizierten sich für die Gaumeisterschaften. Anne Lang qualifizierte sich in diesem Jahr auch für die Landesmeisterschaft. Im Jahr 2007 qualifizierten sich Maximlian Suppes, Lukas Schneider und Jan Felix Behrendt erstmals für die Landesmeisterschaft. Sie belegten dort einen guten 5. Platz in der Mannschaftswertung. Im Jahr 2010 gab Dieter Schwing nach sechs Jahren den Vorsitz der Abteilung an Svenja Schött weiter. Die 1. Mannschaft und die 2. Mannschaft schafften 2011 den Gruppensieg in ihrer jeweiligen Klasse und stiegen auf.